Eröffnung
TOMOMI MORISHIMA | LICHTUNG
Sonntag, 25. Sept. 2022, 11 Uhr 
Begrüßung: Klaus Fresenius, Vorsitzender
Musik: Diego Jascalevich, Charango
Einführung: Dr. Bernhard Serexhe

 

Ausstellung bis 4. Dezember 2022

TOMOMI MORISHIMA

1984
geboren in Paris
2002-2006
Studium der Malerei an  der Kunsthochschule Tama, Tokio 
2006-2012
Studium der Malerei an der Kunstakademie  Karlsruhe
2012
Meisterschüler von Prof. Helmut Dorner

Lebt und arbeitet in Karlsruhe

LICHTUNG


Tomomi Morishima erzählt keine Geschichten, sondern reicht seinem Publikum Kompositionen aus den Elementen Architektur, Landschaft und Figur, die einer großzügigen Interpretation überlassen bleiben. Ein Wechsel von Farbflächen und Leerräumen ergeben einen sehr luftigen, surrealen Bildraum aus vibrierenden Farbsprengseln und fließenden Ebenen. An der Grenze zum Abstrakten entsteht durch einen Mix aus Konstruktion und organischem Malen ein Korridor mit erheblicher Sogwirkung. Der Betrachter wird ins Bild eingeladen, er kann Morishimas Bildwelt förmlich betreten. In der Bildmitte steht oft ein Mensch. Doch flirrende, den Bildraum dynamisierende Elemente sind zu durchqueren, um zu ihm vorzudringen. Der dargestellte Mensch wirkt inmitten der komplexen vielteiligen Kompositionen wie ein Stellvertreter für den Menschen an sich. Für eine Conditio humana. Für den Menschen in seinem Biotop sozusagen.
Eine gestaltende Rolle spielt auch der Faktor Zeit in Morishimas Arbeiten: Bei den Landschaftsbildern scheinen Elemente, die hinter einer vordergründigen Bildebene liegen, einer vergangenen Zeit anzugehören. Das Spiel mit den Dimensionen der Zeit ist ein herausstechendes Merkmal von Morishimas Malerei. Es geht hierbei nicht um lineare Ausdehnungen, also nicht um eine bloße Erinnerung, eher schon um eine Erinnerung an die Zukunft respektive eine Ahnung von Vergangenheit. Es gibt keine lineare Zeitachse auf diesen Bildern, schon eher eine surreale.
Seine Statik erhält dieser flirrende, wabernde Kosmos durch architektonische Eingriffe: Rahmenförmige Konstruktionen grenzen zentrale Bildinhalte gegen periphere ab. Häufig umrahmen diese Einfassungen eine Gestalt. Diese menschlichen Figuren sind meist in Rückenansicht zu sehen, als nähmen sie Abschied vom Betrachter, von der Bildebene, von der Gegenwart. Doch das tun sie nicht. Im Gegenteil, sie laden die Betrachter ein, ihnen zu folgen. Es geht hinein in die Tiefe des Bildes, um dort etwas zu entdecken. Doch was es dort zu entdecken gibt, bleibt beständig in der Schwebe. Bleibt ein Rätsel der reizvollsten Art, welches weder die Zuschauer noch der Künstler selbst restlos ergründen können. Morishimas großformatige Bilder sind nicht nur im besten Sinne offen, sie sind ergebnisoffen.
So ergebnisoffen wie der Arbeitsprozess des Malers: Er beginnt mit ein paar Tropfen flüssiger Farbe auf leerer Leinwand. Abstrakte Formen entstehen dadurch, die jedoch schon viele Hinweise und Assoziationen bieten. Indem er auf diese Signale reagiert, nimmt im weiteren Verlauf das Bild konkrete Gestalt an. Nur durch dieses behutsame Verfahren einer vorsichtigen Näherung kommt der Maler zu einem Bildraum, der eine permanente Schleuse, ein Ort des immerwährenden Übergangs ist. Ausgangspunkt und Ziel sind hier unerheblich, was zählt, ist die Transition. Ja, Morishima erzählt keine Geschichten, er evoziert sie nur. Denn es sind die Betrachter, die beim Anblick seiner Malerei anfangen Geschichten zu erzählen.
Tomomi Morishima wurde 1984 in Paris geboren. Während Kindheit und Jugend lebte er in Hiroshima. Sein 2002 in Tokio begonnenes Kunststudium setzte er ab 2006 in Karlsruhe bei Prof. Helmut Dorner fort. 2012 erhielt er den Meisterschülerpreis des Freundeskreises der Kunstakademie Karlsruhe. Heute lebt und arbeitet er in Karlsruhe.

Hansjörg Fröhlich

Film und Schnitt: Michael Lauter

Förderung durch

BILDER DER ERÖFFNUNG

Fotos der Eröffnungsveranstaltung © Horst Gahmig

AUSSTELLUNGSRUNDGANG

Nächste Ausstellung: 100 Jahre APK

Vernissage 11.12.22, 11 Uhr | Ausstellung vom 11.12.22 bis 22.01.23
24 .- 26.12. und 31.12.22 – 01.01.23 geschlossen.

Eine der größten und ältesten Künstlervereinigungen Deutschlands feiert ihr 100-jähriges Bestehen: die Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler (APK). Zu diesem besonderen Jubiläum zeigen 80 der 140 Mitglieder in der Städtischen Galerie und im Kunstverein Speyer ihre interessantesten Werke. In Speyer  werden zudem Arbeiten „großer Namen“ aus den Reihen der APK präsentiert, die die Stadt aus eigenen Beständen zur Verfügung stellt. Dazu gehören unter anderen Hans Purrmann, August und Michael Croissant sowie Max Slevogt, der zwar offiziell kein Mitglied war, sich aber an frühen Ausstellungen der APK beteiligt hat. 

Somit wird ein aktueller und zugleich historischer Einblick in die reiche Kunstlandschaft der Pfalz und der mit der Pfalz verbundenen Kunstschaffenden vermittelt.

Die Jubiläumsausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Malu Dreyer. 

Ausstellende Künstlerinnen und Künstler:  

Roland Albert, Rosel Anton, Uta Arnhardt, Nicole Bellaire, Evelyn Blaich, Wolfgang Blanke, Ulli Bomans, Artur Bozem, Monika Bozem, Ingo Bracke, Natascha Brändli, Peter Brauchle, Jürgen Braun, Thomas Brenner, Benjamin Burkhard, Ottfried Culmann, Stefan Danecki, Bernd Decker, Karl-Heinz Deutsch, Alexandra Deutsch, Wolfgang Diehl, Martin Eckrich, Stefan Engel, Ursula Faber, Christine Fischer, Stefan Forler, Klaus Fresenius, Jochen Frisch, Wolfgang Fritz, Hans-Heinrich Fusser, Ralph Gelbert, Manfred Graf, Klaus Martin Hartmann, Jörg Heieck, Petra Hübel, Gabriele Jahnke, Anne Janoschka, Petra Jung, Harald-Alexander Klimek, Erika Klos, Dirk Klose, Fabian Knöbl, Sigmar Kratzin, Dieter Kühn, Franz Leschinger, Charlotte Litzenburger, Edelgard Lösch, Reiner Mährlein, Marita Mattheck, Jutta C. Matzdorf, Petra Meckel, Sigbert Merx, Engelbert Müller, Andrea Niessen, Ulrich Oberst, Daniel Odermatt, Elke Paffmann, Manfred Plathe, Meike Porz, Felix Redlingshöfer, Bärbel Rothhaar, Silvia Rudolf, Katharina Rumpf, Erich Sauer, Martin Schöneich, Oliver Schollenberger, Michael Seyl, Brigitte Sommer, Anne-Marie Sprenger, Horst Steier, Angelica Steinmacher, Matthias Strugalla, Cordula Wagner, Irmgard Weber, Manfred Weihe, Hedda Wilms.

WEITERE INFOS:

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Unter dem Titel „Entanglements“ stellt Theresa Möller vom 26.03. bis 28.05.2023 aus „In meiner Malerei gehe ich der sinnlichen Farben- und Formenvielfalt, aber auch der

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Am 11. Februar 2023 wird die Stadt Speyer den mit 6.000 Euro sowie einer eigenen Publikation dotierten Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“ zum 21. Mal

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ABI-PREIS 2022/2023

Der Abipreis 2022/2023 wird wieder vergeben. Die Bewerbung erfolgt auf Vorschlag der Kunsterzieher/innen, der zum Abitur führenden Schulen Speyers und Schifferstadts. Jede Schule kann maximal zwei Bewerber/innen nennen. Die Bewerbungsmappen müssen bis zum 16.12.2022 beim Kunstverein Speyer e.V. eingegangen sein.

Nähere Informationen zum Bewerbungsverfahren und die Bewerbungsunterlagen findet man >>>> hier

Mindestens sechs große Ausstellungen meistert der Kunstverein jedes Jahr – viel Arbeit für das Team der Kuratoren und Mitglieder des Vorstands dieser alteingesessenen Kulturvereinigung. Durch die Präsentation vorwiegend zeitgenössischer Kunst in Form von Wechselausstellungen soll neben der breitangelegten Kulturarbeit auch die Arbeit von regionalen und überregionalen  Künstlerinnen und Künstlern  gefördert werden. Auch der  künstlerische Nachwuchs soll durch spezielle Angebote unterstützt werden.

Der Kunstverein ist eine Plattform für alle Strömungen und Genres der Kunst, wobei der Schwerpunkt auf dem Werk zeitgenössischer Künstler/-innen liegt, die aus ganz Deutschland, aber auch aus dem Ausland kommen.

 

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